Überblick
Die Anbieter-Art im Überblick:
Internetanbieter verkaufen den Zugang ins Netz und das Telefonieren über denselben Anschluss. Bei DSL läuft das Signal über die Kupferleitung zum Verteiler an der Straße: mit Vectoring sind bis 100, mit Supervectoring bis 250 Mbit/s möglich, je nach Leitungslänge. Viele Anbieter besitzen keine eigene Leitung, sondern mieten die Anschlüsse des größten Netzbetreibers als Vorleistung und verkaufen eigene Tarife darauf.
Kabelanbieter nutzen das modernisierte TV-Kabelnetz und erreichen bis zu 1.000 Mbit/s, meist mit deutlich weniger Upload als Download. Seit der Umstellung auf All-IP gibt es keine ISDN- oder Analoganschlüsse mehr. Für alle gilt das Telekommunikationsgesetz: Laufzeit höchstens 24 Monate, Vertragszusammenfassung vor Abschluss, Entschädigung bei Ausfällen und freie Wahl des Routers.
Was der Anbieter leistet
Was ein guter Anbieter bietet:
Die Leistungen, die Sie von einem seriösen Anbieter erwarten dürfen.
- Prüft an Ihrer Adresse, welche Technik und welches Tempo verfügbar sind.
- Schaltet den Anschluss am vereinbarten Tag frei, bei Bedarf mit Technikertermin.
- Liefert oder vermietet einen Router und nennt die Zugangsdaten für eigene Geräte.
- Übergibt vor Vertragsschluss die Vertragszusammenfassung mit Preis, Tempo und Laufzeit.
- Übernimmt beim Wechsel Kündigung und Rufnummernmitnahme beim bisherigen Anbieter.
- Nimmt Störungsmeldungen an und behebt Ausfälle, sonst wird eine Entschädigung fällig.
- Nennt im Vertrag minimale, normalerweise verfügbare und maximale Geschwindigkeit.
Gut zu wissen
Wann sich ein Anbieterwechsel lohnt
Wenn die Erstlaufzeit endet oder der reguläre Preis nach der Rabattphase greift, lohnt der Vergleich mit anderen Internetanbietern an Ihrer Adresse. Oft reicht ein Blick auf den Effektivpreis: alle Kosten über 24 Monate, geteilt durch 24.
Kommt dauerhaft weniger an als vereinbart, melden Sie es dem Anbieter schriftlich und messen mit der Desktop-App der Breitbandmessung. Ein belegtes Protokoll erlaubt Minderung oder Sonderkündigung. Bei Streit bleibt die Schlichtung.
Kosten
Grundpreis, Arbeitspreis und typische Tarife
Internetanbieter rechnen nicht nach Stunden, sondern mit einem festen Monatspreis. Vergleichsportale nennen für 2026 reguläre DSL-Preise ab 34,99 Euro für 50 Mbit/s, ab 39,99 Euro für 100 und ab 44,99 Euro für 250 Mbit/s. In den ersten sechs bis zwölf Monaten liegen Aktionspreise oft weit darunter, teils bei null Euro.
Hinzu kommen eine einmalige Bereitstellung von bis zu rund 70 Euro, die viele Anbieter bei einem Wechsel erlassen, und die Routermiete von meist 5 bis 8 Euro im Monat. Über 24 Monate summiert sich die Miete auf 120 bis 200 Euro. Kabeltarife sind im Effektivpreis oft günstiger als DSL.
Tarifübersicht
Preise im Detail nach Tarifart
Bundesweit übliche Spannen, ohne Sonderfälle (Grundversorgung, Sonderkündigung, Neubauanschluss).
| Tarif / Leistung | Übliche Preisspanne | Was Sie wissen sollten |
|---|---|---|
| DSL 50 Mbit/s | Ab 34,99 €/Monat | Regulärer Preis, Aktionspreise in den ersten Monaten deutlich darunter |
| DSL 100 Mbit/s | Ab 39,99 €/Monat | Upload bis 40 Mbit/s, Tempo hängt von der Leitung ab |
| DSL 250 Mbit/s | Ab 44,99 €/Monat | Nur wo Supervectoring ausgebaut ist |
| Kabel 1.000 Mbit/s | Ab 17 €/Monat eff. | Effektivpreis über 24 Monate, nur mit TV-Kabelanschluss |
| Bereitstellungspreis | 0–70 € einmalig | Wird für Wechselkunden oder in Aktionen oft erlassen |
| Routermiete | 5–8 €/Monat | Über 24 Monate 120 bis 200 Euro |
| Rufnummernmitnahme | 0 € | Seit Dezember 2026 kostenlos, im Festnetz und im Mobilfunk |
Tipps
Die Tipps von Brunolt vor der Unterschrift
🔌 Brunolt, unser Maskottchen, teilt seine Tipps und praktischen Hinweise, damit Ihr Anbieterwechsel gelingt. Wer ist Brunolt?
Leitungslänge zählt
Bei DSL entscheidet der Weg bis zum Verteiler. Ich frage immer nach der Geschwindigkeit, die an meiner Adresse normalerweise ankommt.
Nach dem Rabatt rechnen
Der Aktionspreis gilt oft sechs bis zwölf Monate. Ich lese zuerst den regulären Preis, der danach 24 Monate lang gilt.
Upload nicht vergessen
Für Videokonferenzen zählt der Upload. DSL 100 schafft bis 40 Mbit/s, Kabel meist deutlich mehr im Download als im Upload.
Richtige Schlichtungsstelle
Bei Streit hilft die Schlichtungsstelle Telekommunikation der Bundesnetzagentur. Für Sie kostenlos, für den Anbieter freiwillig.
Eigener Router erlaubt
Routerfreiheit gilt: Der Anbieter muss Ihnen die Zugangsdaten geben. Bei 5 bis 8 Euro Miete lohnt sich der Kauf oft.
Umzug melden
Liefert der Anbieter am neuen Wohnort nicht die vereinbarte Leistung, dürfen Sie mit einem Monat Frist kündigen.
FAQ
Häufige Fragen
Was kostet ein Internetanschluss monatlich?
Nach dem Rabatt zahlen Sie für DSL 50 ab etwa 35 Euro, für DSL 100 ab etwa 40 und für DSL 250 ab etwa 45 Euro im Monat; so nennen es Vergleichsportale im September 2026. Aktionspreise für die ersten Monate liegen darunter. Rechnen Sie Bereitstellung bis 70 Euro und Routermiete dazu und teilen Sie die Summe durch 24, dann sehen Sie den echten Monatspreis.
Welche Kündigungsfrist gilt bei Internetverträgen?
Die Erstlaufzeit darf höchstens 24 Monate betragen, jeder Anbieter muss zusätzlich einen Vertrag mit höchstens zwölf Monaten anbieten. Verlängert sich der Vertrag danach stillschweigend, können Sie jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündigen, ohne Kosten. Kündigen können Sie in Textform, bei online geschlossenen Verträgen auch über den Kündigungsbutton auf der Website.
Wie funktioniert der Wechsel des Internetanbieters?
Sie schließen den neuen Vertrag ab und beauftragen den neuen Anbieter, beim alten zu kündigen und die Rufnummer mitzunehmen. Die Mitnahme ist seit Dezember 2021 kostenlos. Am Umschalttag darf der Anschluss höchstens einen Arbeitstag ausfallen, sonst bekommen Sie 10 Euro oder 20 % des Monatsentgelts pro weiterem Arbeitstag. Beginnen Sie rund drei Monate vor Vertragsende.
Was tun, wenn die Internetgeschwindigkeit nicht der vereinbarten entspricht?
Messen Sie mit der Desktop-App der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur: 30 Messungen an drei Kalendertagen innerhalb von 14 Tagen, per LAN-Kabel. Wird an zwei von drei Tagen nie 90 % des Maximums erreicht oder die minimale Geschwindigkeit unterschritten, liegt eine Minderleistung vor. Dann dürfen Sie den Preis mindern oder außerordentlich kündigen.
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